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Absage der Kundgebung:

Bund der Industrie und Bundesverband Musikindustrie lassen ACTA-Befürworter hängen!

Erklärung des Veranstalters:

Ich, Alexander Schmidt, der offizielle Veranstalter der Demonstration für das geistige Eigentum, sehe mich leider gezwungen die für den 26.4.2012 geplante Veranstaltung kurzfristig abzusagen.

Das hat mehrere Gründe:
Sowohl der Bund der Industrie als auch der Bundesverband Musikindustrie haben mittlerweile angekündigt, sich vollkommen aus der Veranstaltung zurückzuziehen. Darüber hinaus haben mich beide Verbände dazu aufgefordert, die Demonstration abzusagen und Stillschweigen über alle vorher gemeinsam getroffenen Vereinbarungen zu wahren. Als aufrichtiger Demokrat kann ich diese Vorgehensweise nicht hinnehmen.

Die im Februar aufgeflammten Proteste vornehmlich sehr junger und schlecht-informierter Menschen habe ich aufmerksam in den Medien verfolgt. Fast alle Informationen zum ACTA-Abkommen im Internet waren falsch. Die jungen Anhänger des Protestes nahmen diese völlig falschen Fakten auf und gaben sie öffentlich wieder. In zahlreichen Interviews der sogenannten “Netzgemeinde” manifestierte sich vor allem Unwissenheit und Feindlichkeit gegenüber unserer freien Marktwirtschaft. Ich bin für Deutschland, für die deutsche Wirtschaft, für Wirtschaftswachstum und deshalb selbstverständlich auch für das ACTA-Abkommen. Das Abkommen würde unsere richtige Interpretation des geistigen Eigentums in viele andere Länder exportieren. Ich bin daher weiter in vollem Umfang für eine schnelle Ratifizierung des Abkommens und möchte an dieser Stelle alle Abgeordneten im Europaparlament ermutigen, sich von den Aggressionen im Netz nicht beeindrucken zu lassen und für das Abkommen zu stimmen.

Maßlos enttäuscht bin ich aber über meine ehemaligen Mitstreiter auf Seiten des BDI e.V.

Nachdem im Februar die Demonstrationen gegen das Abkommen stattgefunden hatten, habe ich mich in einer Email an den Bund der Industrie gewandt. In dieser Email vom 17.02. habe ich als Bürger meine volle Unterstützung für die Position des BDI in der ACTA-Frage ausgedrückt. Ich habe ausgeführt, dass ich es schade finde, dass die lauten ACTA-Gegner mit ihrer undemokratischen Hetze die Diskussion nunmehr überlagerten, während die überwiegende schweigende Mehrheit der Deutschen für das Abkommen ist. Ich habe beim BDI explizit angefragt, ob ich nicht etwas tun könnte um zu helfen, damit ACTA wieder mehr Akzeptanz erfährt.

Am 19.02. meldete sich dann eine Vertreterin des BDI bei mir, bedankte sich für mein Engagement und lud mich zu einem Treffen ein. Auf dem Treffen, bei dem auch ein Vertreter einer Werbeagentur anwesend war, suchten wir nach Ideen. Zum Schluss kamen wir überein, dass ich eine Demonstration anmelden und Interessierte werben sollte. Diese Demonstration sollte am 26.4., dem Tag des geistigen Eigentums stattfinden. Ich fand die Idee sehr gut, da man an diesem wichtigen Tag den ACTA-Gegnern auch auf der Straße etwas entgegensetzen sollte. Allerdings habe ich vorher noch nie eine Demonstration organisiert. Die Vertreterin des BDI beruhigte mich aber und sagte, dass mir der BDI bei der Organisation im Hintergrund helfen und sich auch öffentlich an die Seite der Veranstaltung stellen würde. Es solle jedoch nicht der Eindruck entstehen, dass die Demonstration vom BDI ausgehe. Zudem würde man weitere Partner ins Boot holen, die die Demonstration auch personell unterstützen würden.

Die Zusammenarbeit war fruchtbar und gut, bis zu dem Zeitpunkt, wo sich Proteste im Netz (unter anderem auf Facebook und Twitter) gegen meine Demonstration regten. Diese Proteste richteten sich nicht nur gegen den BDI und den Bundesverband Musikindustrie, sondern vor allem auch gegen meine Person. Deswegen behalte ich mir rechtliche Schritte gegen Anonymous ausdrücklich vor, um die Hetzjagd gegen mich zu beenden.

Außerdem wusste ich nicht, dass eine Werbeagentur bezahlte Demonstranten für meine Demonstration am 26.4. organisieren sollte. Darüber wurde ich bei den Treffen nie aufgeklärt. Ein solches Vorgehen halte ich für beschämend und unwürdig für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung. Ich fühle mich vom BDI und dem Bundesverband Musikindustrie hintergangen.

Allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich weiterhin für das Zustandekommen des ACTA-Abkommens einsetzen, wünsche ich aufrichtig viel Erfolg und gute Partner für eine Zukunft des geistigen Eigentums. Zusammen werden wir ACTA und ein starkes Urheberrecht möglich machen!

 

Ehemaliger Aufruf

Die digitale Krise schlägt voll auf die Kreativwirtschaft durch. Viele deutsche Unternehmen stehen wegen des Diebstahls im Internet vor existenziellen Problemen. Tausende Arbeitsplätze in Deutschland sind gefährdet. Die sogenannte “Netzgemeinde” erhebt den Anspruch die Gesellschaft zu repräsentieren und sägt an den ökonomischen Grundfesten und Werten unserer Gesellschaft. Bedroht sind nicht nur Künstler, Musiker und Autoren sondern die Konkurrenzfähigkeit der Exportnation Deutschland im allgemeinen. Keine andere Exportwirtschaft ist so vom Schutze seiner Ideen abhängig wie die Bundesrepublik.

Mit den kurzsichtigen und undemokratischen Protesten blasen die Vertreter der “Generation-Kostenlos” nun zum Kampf gegen das Multilaterale und über Jahre hinweg mühsam erarbeitete ACTA Abkommen. Das ACTA Abkommen wurde unter zahlreichen Staaten mit großer Rücksicht auf alle rechtlichen und ökonomischen Realitäten verhandelt. Für unser Land bedeutet ACTA lediglich die Festigung der bereits bestehenden Rechtslage. Diese in Deutschland bereits bestehende klare Rechtsauffassung würde durch das Abkommen in alle Welt exportiert. Diese historische Chance darf Europa nicht verpassen.

Wir rufen in Zusammenarbeit mit renommierten Instituten wie BDI und IFPI alle redlichen Bürgerinnen und Bürger dazu auf, gegen den digitalen Raubzug auf die Straße zu gehen. Verteidigen Sie unsere Werte zur Sicherung von Wachstum und Wohlstand in Europa.

Kommen Sie zur Kundgebung am Tag des geistigen Eigentums.

26.04.2012 | Beginn: 14:00 Uhr | Haus der deutschen Wirtschaft, Berlin
Neben Broschüren zur Bedeutung des geistigen Eigentums für die deutsche Wirtschaft halten wir für die Versammlungsteilnehmer auch kostenlose Getränke bereit.

Gastredner:

  • Dieter Gorny (Bundesverband Musikindustrie e.V.)
  • Sven Regener (Musiker)
  • Erika Steinbach (C-Netz / CDU)


6 thoughts on “Home

  1. Schön, dass sich endlich ein Gegenpol zu der einseitigen Hetze im Internet bildet. An alle ACTA Gegner: Lest doch lieber mal die Zeitung statt die ganze Zeit nur zu twittern. Unser Land BRAUCHT das Abkommen. Eure “Freiheit” hört da auf, wo Sie die Freiheit der anderen beeinträchtigt. Ihr sitzt am längeren Hebel, denn ihr braucht nur auf “Download” zu klicken, die Künstler haben keinen Button auf dem “nicht downloadbar” steht um ihr Werk zu schützen. Das ist ungerecht und muss aufhören. Nehmt doch euer Taschengeld und meldet euch zum Beispiel bei Maxdome an. Die Welt ist nicht umsonst!

  2. Ich freue mich, dass der Protest endlich wieder in die Richtige Richtung geht. Die naiven Menschen, die unsere unsere Leistungs- und Exportnationen durch ihre verwöhnten und infantilen Proteste aushöhlen wollen müssen um jeden Preis gestoppt werden. Eine solche Kundgebung kann nur der Anfang sein. Andere Maßnahmen müssen folgen. Meine Frau Ursula und ich kommen aber auf jeden Fall am Donnerstag.

  3. Endlich wird auch mal von Seite der Urheber etwas getan. Ich werde die Demonstration unterstützen. Gegen den digitalen Maoismus der Netzgemeinde!

  4. Bravo. Ich würde sehr gerne kommen und diese gute Sache unterstützen.

    Die Häme, Falschinformation und Geringschätzung, die in den letzten Monaten uns Urhebern gegenüber in den Medien sichtbar wurde, bedarf einer soliden und glaubwürdigen Gegendarstellung.

    Wer als Urheber seinen Lebensunterhalt bestreitet, der betreibt eine ehrenwerte und ethisch einwandfreie Tätigkeit, denn er macht immer nur ein Angebot, ist also ganz und gar von der Qualität seiner Arbeit und der Akzeptanz des Publikums abhängig. Er führt ein Leben ohne Netz und doppelten Boden, das oft wertvolle und bereichernde Früchte für alle hervorbringt.

    Urheber, die solches leisten, verdienen großen Respekt und Schutz vor all denen, die ufer- und kostenlosen Konsum als neuen gesellschaftlichen Standard etablieren wollen.

  5. Vielen Dank Ihnen. Die neolib students group der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg unterstützt die Pro-ACTA-Demonstration der Initiative für geistiges Eigentum anlässlich des Welttags des geistigen Eigentums am Donnerstag, 26. April 2012. In Erlangen begehen wir um 17 Uhr vor dem Schloss der Universität am selben Tag eine öffentliche Mahnwache für geistiges Eigentum und ACTA.

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